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Sonntag, 21. Mai 2017 - 17:00 Uhr
Workuta - die zweite Universität

Zum 90. Geburtstag des Althistorikers Dr. Peter Musiolek (1927-1991)
Vortrag von Wilhelm K. H. Schmidt



Lage von Workuta

Der archivierte Brief eines ehemaligen Strafgefangenen aus dem sowjetischen Lagerkomplex Workuta führt zum jungen Peter Musiolek. Der damals 19-Jährige hatte nach dem Krieg im Premnitzer Kunstseidenwerk als Labortechniker Arbeit gefunden. 1949 ging er zum Studium der Textilchemie an die Ingenieurschule nach Cottbus. Schon bald wurde er vom sowjetischen Geheimdienst „abgeholt“. Seine Eltern und Freunde erfuhren am 19. Dezember 1950 aus dem Neuen Deutschland, dass Peter Musiolek als Mitglied einer amerikanischen Spionagegruppe zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren verurteilt worden war. In seiner Dokumentation “Verschworen. Verraten. Verfolgt.” schreibt Wilhelm K.H. Schmidt über Unangepasstheit, Widerstand und Unrecht in der sowjetischen Ära Berlin-Brandenburgs und zeichnet darin auch den Schicksalsweg von Peter Musiolek nach.


Peter Musiolek bei einem Verwandtenbesuch in Bayern im November 1989

Wilhelm K.H. Schmidt, Jahrgang 1938, stammt aus  der südbrandenburgischen Kleinstadt Dahme/Mark. Er arbeitete in der Chemiefaserforschung in Premnitz und zuletzt im Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg. In seinem Ruhestand beschäftigt er sich mit seiner Familiengeschichte, besonders mit Themen der Nachkriegsgeschichte bis hin zur Wiedervereinigung. Eine große Anzahl von Veröffentlichungen ist das Ergebnis seiner Arbeit. Er entdeckte die vergrößerte Briefmarke als ein ausdrucksstarkes Medium zur leicht verständlichen Darstellung geschichtlicher, politischer und kultureller Zusammenhänge. Mit einer 25 Bildtafeln umfassenden Ausstellung “Verbundenheit bleibt ungeteilt”, einem Abbild der Zeit der deutschen Teilung, machte er in Ost und West auf diese Präsentationsart aufmerksam. Weitere Information unter http://www.geschichtswerkstatt-premnitz.de.

Zeit: 17.00 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Teilnahme kostenlos

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Donnerstag, 25. Mai 2017 - 11:00 Uhr
Wussow, Weiser, Windeck: Der Waldfriedhof Heerstraße

Führung mit Dr. Christian Simon

Treffpunkt: Haupteingang Trakehner Allee 1

Dauer: 2 Stunden

Viele Künstler und Politiker, vor allem aber Schauspieler ruhen auf dem Waldfriedhof Heerstraße. Auf dieser Führung sehen wir die zahlreichen Gräber vieler Prominenter wie z.B.  Horst Buchholz, Victor de Kowa, Edith Schollwer, Loriot, aber auch Beispiele ungewöhnlicher Grabmalgestaltung, für die dieser Friedhof bekannt ist. Es erwartet Sie ein unterhaltsamer Spaziergang über eine der interessantesten Ruhestätten Berlins.

Dr. Christian Simon, Herausgeber eines kleinen Führers über diesen Friedhof

Zeit: 11.00 Uhr
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kosten: 10,00 EUR regulär / 7,00 EUR für Mitglieder des Heimatvereins Steglitz

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Sonntag, 28. Mai 2017 - 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
mit Olaf Schlunke

Ein Rektor aus Lichterfelde

Führung durch die Ausstellung Ein Rektor aus Lichterfelde.
Johannes Stroux und der Wiederaufbau des Berliner Wissenschaftsbetriebs nach 1945


Zeit: 16.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Freitag, 2. Juni 2017 - 19:30 Uhr
Feste der Renaissance (I)

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach



»Hofhalten war am Ende des Mittelalters zum festlich geregelten Lebensvollzug geworden, zum inszenierten Schauspiel für die Öffentlichkeit ebenso wie für die interne soziale Schicht der Macht und Bildungselite.
Es nahm um so größeren Raum ein, als noch viele Hofhaltungen saisonal oder generell wechselnde Aufenthaltsorte kannten, andererseits aber gegenüber dem hohen Mittelalter mit der Herausbildung der Städte ein Publikum erwachsen war, das angesprochen und einbezogen sein wollte.
Hofhalten war damit auch Demonstration himmlischer Herrschaft auf Erden in einer Ordnung und Schönheit, die als Abglanz überirdischer Herrlichkeit verstanden wurde.« (Klaus Hortschansky)
Mit den Mitteln der Kunst – vor allem der höfischen Musik – wird eine »Herrlichkeit« inszeniert, die den Fürstenhof vor Augen und Ohren der Beherrschten geradezu in einen »Als-Ob-Himmel« verwandelt.
Diese Kunstinszenierung will den Beherrschten vorgaukeln, dass die weltliche an die göttliche Macht angebunden und durch sie legitimiert ist. Das Repräsentationsbedürfnis der Renaissancefürsten kulminiert in den großen höfischen Festen des 15. und 16. Jahrhunderts.
Drei Festinszenierungen lassen sich durch die wiederentdeckte Musik, die ihnen zuzuordnen ist, auf eindrückliche Weise zum Klingen bringen:
 
- die von den Medici inszenierten »Festa San Giovanni« in Florenz, wobei Lorenzo de Medici, als Dichter selbst aktiv wurde, indem er Beiträge zu der neuen Gattung der »canti carnascialesci« lieferte, die als Freiluftmusik aufgeführt wurden,
 
- das »Fest des Fasans« am Hofe Philipps des Guten von Burgund in Lille (1453), das eigentlich als Gelöbnisfest zum Aufbruch zu einem Kreuzzug nach Konstantinopel gedacht war, das von den Türken bedroht war, und schließlich
 
- die Münchner Fürstenhochzeit von 1568. Die Festlichkeiten bei der Vermählung von Herzog Wilhelm V. mit Renata von Lothringen sind durch den Bericht des Massimo Trojano ausführlich dokumentiert.

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Teilnahme kostenlos

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Samstag, 3. Juni 2017 - 19:30 Uhr
OSMÓS

Andrea Di Donna, Tasteninstrumente | Giuliano di Cesare, Trompete

Aus der Begegnung von zwei Künstlern ergibt sich eine tiefe Zusammenarbeit aus der Osmos  entsteht - ein neuer kreativer Weg, dessen starke Wurzeln der gegenseitigen tiefen Kenntnis und der künstlerischen Gemeinsamkeit aus dem Jahr 2001 in Süditalien stammen.
Wieder vereinigt auf dem Pfad der kreativen Musik nach vielen Jahren Entfernung tauchen Andrea Di Donna und Giuliano di Cesare mit Begeisterung in die „osmotische“ Forschung des gemeinsamen musikalischen Mikrokosmos ein.
Sie benutzen anfänglich Kompositionen von Andrea Di Donna, um dann sogleich auf die Erfindung neuen Materials zu kommen in der spontanen vordergründigen „Dringlichkeit“, Neues zu erschaffen und in dem Bedürfnis, die Früchte der langen intensiven Arbeits- und Studienjahre zu teilen.
Was zu hören ist, kann schwerlich in Kategorien eingegrenzt werden: Die zeitgenössische Improvisation ist mit einem “Humus Jazz” verknüpft, der nach vorne schaut, dies aber mit aufrichtiger Achtung gegenüber seiner Geschichte. Dazu sind Andeutungen aktueller, nicht akademischer aber auch traditioneller Musik des 20. Jahrhundert hörbar.



Giuliano Di Cesare
, eklektischer Musiker, der in der Lage ist, den Klang seiner selbstgebauten Instrumente und modifizierten Trompeten (auch mit mehreren Schallbechern; mit Farbstreuer auf drehende Leinwände und vieles mehr) mit unterschiedlichen Elementen zu beeinflussen, wie Wasser, Feuer und Farbe. Er ist ebenfalls der Erfinder und Bauer von speziellen Musikinstrumenten für Menschen mit Behinderungen bei dem Verein
AccordiAbili, von dem er Gründungsmitglied ist.



Andrea Di Donna, Klavierspieler und Komponist, benutzt auch Keyboards und andere Tasteninstrumente, vertieft das Jazz- und freie Improvisationsstudium und ist tätig in Italien als Klavier- und Ensemble-Musiklehrer.

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Kosten: 8,00 EUR

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Montag, 5. Juni 2017 - 11:00 Uhr
Spurensuche in Alt-Steglitz

Führung mit Dr. Christian Simon

Treffpunkt: vor dem gläsernen Pavillon Schloß- / Grunewaldstraße
 
Dauer: 2 Stunden


Foto: Christian Simon

Lassen Sie sich zu den Orten führen, wo einst die Dorfkirche und ein „arisiertes“ Kaufhaus standen. Der Spaziergang führt Sie auch zur Rosenkranzbasilika, zu dem von Dieter Hallervorden geleiteten Schlosspark Theater und der Blindenbildungsanstalt. Reste des alten Dorfes sind durch das Gutshaus (Wrangelschlösschen) und den Friedhof markiert. Rund um das Villenviertel auf dem  Fichtenberg ist von der hektischen Betriebsamkeit der Schloßstraße nichts zu spüren.

Dr. Christian Simon, Autor eines Buches über Steglitz

Zeit: 11.00 Uhr
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kosten: 10,00 EUR regulär / 7,00 EUR für Mitglieder des Heimatvereins Steglitz

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Freitag, 9. Juni 2017 - 19:30 Uhr
Homöopathie und Kinderkrankheiten

Vortrag von Luitpold Hiemer

Wir behandeln Kinderkrankeiten aus homöopathischer Sicht und gehen auch auf die Problematik von Impfungen ein. Fragen werden ausführlich aus homöopathischer Sicht beantwortet. Mit umfangreichem Skript!

Luitpold Hiemer ist Heilpraktiker und Homöopath, seit 1991 mit Praxis in Berlin-Zehlendorf. Weitere Information unter http://www.hom-hiemer.de/

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Kosten: 10,00 EUR

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Samstag, 10. Juni 2017 - 19:30 Uhr
Billroth Quartett

Musik von Mozart garniert mit den berühmten Bäslebriefen




Theodor Billroth (1829-1894) war ein ausgezeichneter Chirurg und ein leidenschaftlicher Bratscher.
Mit Johannes Brahms verband ihn eine lange Freundschaft, in deren Verlauf Brahms ihm zwei seiner Quartette widmete.
Der Bratschist Burkhard Deuse ist ebenfalls Chirurg und leidenschaftlicher Musiker.

Dieser Umstand führte zur Namensgebung des Quartetts,das seit 1991 zusammen musiziert.
Tassilo Kaiser und Christiane Köhler lehren an Berliner Musikschulen und Gregor Walbrodt ist Bogenbauer für Streichinstrumente.

Das Quartett widmet sich neben dem gängigen Repertoir auch Werken von unbekannten Komponisten, sowie Werken in unterschiedlicher Besetzung wie Trio, Klavierquartett,Streichquintett, Klavierquintett, Klarinettenquintett.



Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Kosten: 10,00 EUR

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Sonntag, 11. Juni 2017 - 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
mit Olaf Schlunke

Ein Rektor aus Lichterfelde

Führung durch die Ausstellung Ein Rektor aus Lichterfelde.
Johannes Stroux und der Wiederaufbau des Berliner Wissenschaftsbetriebs nach 1945


Zeit: 16.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Montag, 12. Juni 2017 - 18:00 Uhr
Repair Cafe

Wegwerfen? Denkste!

Erfahren Sie alle über das Repair Café im Steglitz Museum hier: http://www.heimatverein-steglitz.de/repair_cafe.php

Zeit: 18.00 Uhr
von 18.00 bis 21.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Samstag, 17. Juni 2017 - 11:00 Uhr
Spurensuche in Südende

Führung mit Dr. Christian Simon

Treffpunkt: vor dem S-Bhf. Südende

Dauer: 2 Stunden

Kommen Sie mit durch die ehemalige verträumte Villenkolonie Südende, zwischen Pfuhlen und den Erhebungen der Rauhen Berge gelegenen. Sie erfahren alles über die Geschichte und deren ehemals berühmten Bürger. Lassen Sie sich von früher erzählen, von Landhäusern, ihren Bewohnern und Schicksalen, sowie den vielen Ausflugslokalen. Im PaReSü „steppte der Bär“ – 2000 Sitzplätze im Freien, Musikkapellen und dazu Bootsverleih am nahen Hambuttenpfuhl. Heute laden Ruhe, Beschaulichkeit und viel Grün zum Spazierengehen ein.

Dr. Christian Simon, Mit-Autor und Herausgeber eines Buches über Südende

Zeit: 11.00 Uhr
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kosten: 10,00 EUR regulär / 7,00 EUR für Mitglieder des Heimatvereins Steglitz

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Sonntag, 18. Juni 2017 - 14:00 Uhr
Sommerfest im Steglitz-Museum


Wie in jedem Jahr eine schöne Sache!

Zeit: 14.00 Uhr
von 14.00 bis 18.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Sonntag, 25. Juni 2017 - 16:00 Uhr
Führung durch die Ausstellung
mit Gabriele Schuster

Vom Funk zum Rundfunk

Führung durch die Ausstellung Vom Funk zum Rundfunk

Zeit: 16.00 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Freitag, 30. Juni 2017 - 19:30 Uhr
Stillen und Homöopathie

Vortrag von Luitpold Hiemer

Probleme bei Babys und in der Stillzeit

In dem Kurs werden Probleme nach der Geburt, Stimmungsschwankungen und Depressionen im Wochenbett, Stillprobleme wie z.B. Brustentzündungen, wund Brustwarzen, Verweigerung von Muttermilch und vieles mehr besprochen. Probleme mit Neugeborenen, Speikinder, Zahnungsprobleme, Rachitisprophylaxe, Schlaflosigkeit der Kinder sind in diesem Kurs weitere Themen. Am Ende des Kurses ist Zeit für Fragen.

Luitpold Hiemer ist Heilpraktiker und Homöopath, seit 1991 mit Praxis in Berlin-Zehlendorf. Weitere Information unter http://www.hom-hiemer.de/

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Kosten: 10,00 EUR

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Samstag, 1. Juli 2017 - 19:30 Uhr
The Art of the Duo

DUO SONGFUL spielt A Concert of Sacred Jazz

DUO SONGFUL sind:
Uwe Steinmetz - Saxophon, Orkon-Flöte, Arrangement
Albrecht Gündel-vom Hofe - Piano, Arrangement

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Kosten: 8,00 EUR

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Freitag, 7. Juli 2017 - 19:30 Uhr
Feste der Renaissance (II)

Vortrag von Dr. Bernhard Morbach



»Hofhalten war am Ende des Mittelalters zum festlich geregelten Lebensvollzug geworden, zum inszenierten Schauspiel für die Öffentlichkeit ebenso wie für die interne soziale Schicht der Macht und Bildungselite.
Es nahm um so größeren Raum ein, als noch viele Hofhaltungen saisonal oder generell wechselnde Aufenthaltsorte kannten, andererseits aber gegenüber dem hohen Mittelalter mit der Herausbildung der Städte ein Publikum erwachsen war, das angesprochen und einbezogen sein wollte.
Hofhalten war damit auch Demonstration himmlischer Herrschaft auf Erden in einer Ordnung und Schönheit, die als Abglanz überirdischer Herrlichkeit verstanden wurde.« (Klaus Hortschansky)
Mit den Mitteln der Kunst – vor allem der höfischen Musik – wird eine »Herrlichkeit« inszeniert, die den Fürstenhof vor Augen und Ohren der Beherrschten geradezu in einen »Als-Ob-Himmel« verwandelt.
Diese Kunstinszenierung will den Beherrschten vorgaukeln, dass die weltliche an die göttliche Macht angebunden und durch sie legitimiert ist. Das Repräsentationsbedürfnis der Renaissancefürsten kulminiert in den großen höfischen Festen des 15. und 16. Jahrhunderts.
Drei Festinszenierungen lassen sich durch die wiederentdeckte Musik, die ihnen zuzuordnen ist, auf eindrückliche Weise zum Klingen bringen:
 
- die von den Medici inszenierten »Festa San Giovanni« in Florenz, wobei Lorenzo de Medici, als Dichter selbst aktiv wurde, indem er Beiträge zu der neuen Gattung der »canti carnascialesci« lieferte, die als Freiluftmusik aufgeführt wurden,
 
- das »Fest des Fasans« am Hofe Philipps des Guten von Burgund in Lille (1453), das eigentlich als Gelöbnisfest zum Aufbruch zu einem Kreuzzug nach Konstantinopel gedacht war, das von den Türken bedroht war, und schließlich
 
- die Münchner Fürstenhochzeit von 1568. Die Festlichkeiten bei der Vermählung von Herzog Wilhelm V. mit Renata von Lothringen sind durch den Bericht des Massimo Trojano ausführlich dokumentiert.

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Teilnahme kostenlos

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Samstag, 8. Juli 2017 - 11:00 Uhr
Gräber im Schatten des Wasserturms - Der Friedhof Bergstraße

Führung mit Dr. Christian Simon

Treffpunkt: Haupteingang Bergstraße 38 (gegenüber der Einmündung Altmarkstraße; Bus 170, Haltestelle: Altmarkstraße)

Dauer: 2 Stunden

Es ist kein Friedhof der Stars. Eher die „Prominenz der zweiten Reihe“ fand hier ihre letzte Ruhe, so u. a. der älteste Discjockey der Welt Ewald Wenck, Bürgermeister Franz Amrehn, die Flieger Freiherr von Hünefeld und der abgestürzte Hans Loeb sowie Generaloberst Günther Korten, der beim Attentat auf Hitler ums Leben kam. Hören Sie die Geschichten von Menschen, die ihrem Leben selbst ein Ende setzten, die von Rotarmisten erschlagen wurden und die an der Mauer ihr Leben ließen. Erfahren Sie außerdem ein Stück Steglitzer Geschichte, denn viele Namensgeber Steglitzer Straßen und Steglitzer Bauernfamilien sind hier begraben. Schließlich wird das Geheimnis gelüftet, was es mit dem Pharaonenpalast am Friedhof auf sich hatte.

Dr. Christian Simon, Mit-Autor eines Buches über diesen Friedhof

Zeit: 11.00 Uhr
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kosten: 10,00 EUR regulär / 7,00 EUR für Mitglieder des Heimatvereins Steglitz

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Freitag, 14. Juli 2017 - 19:30 Uhr
Die Protokolle Ludwig Deubners als Dekan der Philosophischen Fakultät der Berliner Universität im Herbst 1945

Zu den Hintergründen des Wechsels im Rektorat von Eduard Spranger zu Johannes Stroux
Vortrag von Prof. Dr. Isolde Stark


Der Philosoph und Pädagoge Eduard Spranger hatte die Universitätsleitung unmittelbar nach Kriegsende faktisch, dann – ab 2. Juni 1945 durch Ernennung zum kommissarischen Rektor durch den kommunistischen Stadtrat Otto Winzer – auch de iure übernommen. Zugleich war Spranger auch der Vorsitzende des „Leitenden Ausschusses für Wissenschaft“. Dem Ausschuß gehörte u.a. der Mediziner Theodor Brugsch an. Innerhalb des Ausschusses gelangten die Kommunisten in eine stärkere Position, weil Brugsch wenig später Leiter des Hauptamtes für Wissenschaft und Forschung und Vizepräsident der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung in der SBZ wurde, obwohl diese für Berlin gar nicht zuständig war. Zwischen den Vorstellungen von Brugsch und Spranger, zu welchem Ziel die Erneuerung der Universität führen sollte, verlief ein unüberbrückbarer Graben. Das hochschulpolitische Konzept von Brugsch zielte auf Anpassung an den Typ der sowjetischen Hochschule. Dagegen leistete Spranger dezidierten Widerstand. Schließlich wurden er ab- und der Klassische Philologe Johannes Stroux als sein Nachfolger eingesetzt. Die Archivalien aus dem Landes-, den Universitätsarchiv und die Erinnerungen von Spranger können die zeitlichen Abläufe nicht wirklich erhellen. Dagegen bringen die Sitzungsprotokolle der Philosophischen Fakultät, die der Dekan, der Klassische Philologe Ludwig Deubner (1877-1946), verfaßte, Licht in den Vorgang, wie die Universität aus der Vier-Mächte-Verantwortung herausgebrochen und in die Sowjetische Zuständigkeit überführt wurde.


Johannes Stroux und Ludwig Deubner (Privatbesitz: Christian Deubner)

Isolde Stark ist Historikerin mit den Forschungsschwerpunkten Alte Geschichte (speziell römische Religionsgeschichte, griechische Literatur- und Sozialgeschichte) sowie Wissenschaftsgeschichte der SBZ und DDR, mit den beruflichen Stationen Akademie der Wissenschaften der DDR, Humboldt-Universität zu Berlin und Universität Halle (http://ancienthistory.altertum.uni-halle.de/personal/ehemaligemitarbeiter/stark/). Sie hat sich über einen längeren Zeitraum mit der Geschichte des Faches Klassische Philologie an der Friedrich-Wilhelms- bzw. Humboldt-Universität zu Berlin zwischen 1933 und 1989 beschäftigt.

Zeit: 19.30 Uhr

Teilnahme kostenlos

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Samstag, 15. Juli 2017 - 19:30 Uhr
Robert Schumann: Frauenliebe und -leben

Sängerin Elke Memmer mit ihrer Pianistin Lilia Sellier

Frauen lieben und leben:
geneigt,
umständlich,
überraschend anders,
kompliziert,
offen,
alles Vorurteile?

In den Kompositionen von Frauen findet sich all dieses und vieles mehr, das von den tiefen, verborgenen Schichten spricht, die, wenn sie im Leben wirken und erscheinen, oft Unverständnis auslösen.

Clara Schumann 1878/1879 | Fanny Hensel 1836.

Robert Schumann setzt den Gedichtzyklus "Frauenliebe und -leben" von Adelbert
von Chamisso kongenial beschreibend in Musik um, und es erscheint die liebende Frau, wie sie von der Umwelt erlebt wird und sich in diese hineinstellt.
Clara Wieck-Schumann zeigt in ihrer Musik viel vom Wesen der Frau, von den Gründen und Heimlichkeiten.
Ergänzt wird das Programm durch Lieder und Klaviermusik von Fanny Hensel (Mendelssohn), die ihre Werke zu Lebzeiten nicht veröffentlichen durfte.

Vielleicht wurde sie auf Grund der genannten Eigenheiten als zu ehrlich oder gar
als unbequem empfunden, jedenfalls durchbricht sie wesentlich öfter als ihr Bruder Felix die Konventionen dessen, was man  "sagen" darf.

Wir wagen uns an die Gegenüberstellung und Kombination von Werken dieser unterschiedlichen Menschen, Elke Memmer (Gesang) und Lilia Sellier (Klavier)

Zeit: 19.30 Uhr

Kosten: 8,00 EUR

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Samstag, 22. Juli 2017 - 11:00 Uhr
Der Teltowkanal und seine Ufer

Führung mit Dr. Christian Simon

Treffpunkt: an der Ecke des Postamtes Drakestraße / Goerzallee (Wiesenbaude)

Dauer: 2 Stunden

Der Teltowkanal im Süden Berlin existiert nun schon über ein Jahrhundert – eine gute Gelegenheit einen Blick auf seine Geschichte und die eigentümliche Treideltechnik zu werfen. Auf einem Spaziergang entlang der grünen Kanaltrasse erkunden wir die unterschiedliche Nutzung seines Ufers. Die Führung endet an der Sieversbrücke. 

Dr. Christian Simon

Zeit: 11.00 Uhr
von 11.00 bis 13.00 Uhr

Kosten: 10,00 EUR regulär / 7,00 EUR für Mitglieder des Heimatvereins Steglitz

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