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Freitag, 1. Dezember 2017 - 19:30 Uhr
Die »Politique« der Katharina von Medici und die Feste am Hofe der Valois

Vortrag, Referent: Dr. Bernhard Morbach



Hochzeitsmesse

Im Gegensatz zu den Festen Karls V. waren die zwischen 1560 und 1585 am Hofe der Valois stattfindenden Feste das Produkt ganz spezifischer politischer Umstände, die sowohl die Hintergründe als auch die Motivation dafür lieferten.
Die Situation, die Katharina im Jahre 1559 vorfand, war keineswegs einmalig und bildete die Hintergründe für alle ihre Hoffeste bzw. »magnificences«, wie sie sie nannte.
Zu Beginn der 1560er Jahre gab es in Frankreich drei wesentliche politische Gruppierungen. Die Führer der ersten Gruppe  die meisten von ihnen Katholiken  kamen aus dem mächtigen Hause Lothringen, nämlich der Familie Guise. Die zweite, deren Mitglieder größtenteils Hugenotten waren, wurde von den Familien Bourbon und Chântillon angeführt. In der Mitte stand die Krone, bankrott und mit einem jungen, unerfahrenen König an der Spitze, der nicht stark genug war, um entweder die miteinander rivalisierenden politischreligiösen Gruppen zu dominieren, oder sich abseits von ihnen zu halten.
Als Ergebnis dieser Konstellation geriet die Monarchie für einen Zeitraum von dreißig Jahren in eine gefährliche Isolation, bis sie sich endgültig in der Person Heinrichs von Navarra für eine Seite entschied.
Katharina wurde von ihren Staatssekretären treu unterstützt, die ihre Korrespondenz erledigten, endlose Verhandlungen mit rivalisierenden Gruppen führten, ihre unermüdlichen Bemühungen um Frieden mittrugen, und ihr bei der Ausrichtung der Feste halfen. Katharinas Politik ist in ihrer ganz persönlichen impresa symbolisiert: ein Regenbogen mit einem griechischen Motto, was bedeutete: "Er bringt Frieden und Heiterkeit".
Sie mußte sich mit dem Problem auseinandersetzen, daß jeder Religionskrieg unweigerlich zum nächsten führte, daß jede Seite ständig behauptete, sich selbst verteidigen zu müssen, und daß es durch die daraus resultierende beiderseitige Angst zu einem völligen Zusammenbruch des Vertrauens aller Parteien untereinander kam.
Katharina stand zwischen allen und mühte sich ab, bedrängt vom drohenden Staatsbankrott, von einer korrupten und nicht reformierten Kirche und von der wachsenden Macht Spaniens entlang beider Grenzen. Dazu kam die Frage, wie sie religiöse Minderheiten das Recht zugestehen konnte, ihren Glauben unbehelligt auszuüben. Es war immer ihre Politik, nach Frieden und Mäßigung zu streben  – der Begriff ,politique" faßte dies zusammen.

Zeit: 19.30 Uhr

Anmeldung erbeten
per
E-mail [veranstaltungen[at]steglitz-museum.de]
oder telefonisch: 030/ 8 33 21 09


Teilnahme kostenlos

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